Herzlich Willkommen auf der neuen Internetpräsenz der Steuerberatung Voß. Hier entsteht gerade unser neuer Webauftritt. Unsere alte Seite mit weiteren Informationen erreichen weiterhin Sie unter:
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Corona News Stand 5.6.2020:

 

 

Liebe Mandantinnen und Mandanten,

 

seit dem nahezu Lockdown und den nun nach und nach eingeführten Rückgang zur „neuen Normalität“, ist auf der Gesetzgebungsfront wieder einiges geschehen.

Wir wollen Sie mit diesem Newsletter heute über folgende Dinge informieren:

 

  1. Änderung der Umsatzsteuersätze, generell und in der Gastronomie
  2. Verlustrückträge
  3. Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz wegen Kinderbetreuung
  4. Degressive Abschreibung – Investitionen schneller steuerlich geltend machen
  5. Prämien für die Einstellung von Auszubildenden
  6. Innovationsprämie für den Kauf von E-Autos
  7. Überbrückungshilfen – ähnlich Soforthilfe
  8. Kinderbonus

 

 

 

  1. Änderung der Umsatzsteuersätze, generell und in der Gastronomie

 

Befristet vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 werden die Steuersätze der Umsatzsteuer wie folgt geändert

 

Regelsteuersatz:              bisher 19 %  geändert auf 16 %

Ermäßigter Steuersatz: bisher   7 %  geändert auf 5 %

 

Für Speisen wurde bereits beschlossen, dass der Steuersatz temporär vom 1.7.2020 bis zum 30.6.2021 auf 7 % gesenkt wird.

Dies bedeutet, dass sich dieser für das nächst halbe Jahr um weitere 2% auf 5% erniedrigt. Für Getränke gilt dann für ein halbes Jahr 16%, ab dem 1.1.2021 wieder wie bisher 19%.

 

Bitte berücksichtigen Sie die geänderten Steuersätze für alle Leistungen, die in den Änderungszeitraum erbracht werden.

Die Änderung macht ggf. auch eine Umstellung der Umsatzsteuersätze in den  Kassensystemen erforderlich. Nehmen Sie bitte daher rechtzeitig Kontakt mit Ihrem Kassenaufsteller auf.

Diese Änderungen werden sich auch auf die automatisierten Buchhaltungssysteme auswirken. Wir können derzeit noch nicht sagen, wie die Umstellung derzeit erfolgen wird.

 

 

  1. Verlustrückträge

 

Der Gesetzgeber hat  Veränderungen beim steuerlichen Verlustrücktrag beschlossen.

Die steuerlichen Verluste können für die Jahre 2020 und 2021 bis zur Höhe von 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio Euro (bei Zusammenveranlagung)geltend gemacht werden.

Die Verluste werden auf die Vorjahre zurückgetragen, so dass sich so Erstattungen von Steuern aus den Vorjahren ergeben können.

Weiterhin ist es derzeit möglich, sofern für das Jahr 2020 ein Totalverlust erwartet wird, einen pauschalierten Antrag auf Verlustrücktrag für 2019 zu stellen. Das Finanzamt zahlt dann vereinfacht gesagt 15% der bereits für 2019 geleisteten Einkommensteuervorauszahlungen pauschal im Voraus aus.

Sprechen Sie uns hierzu gerne an.

 

 

  1. Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz wegen Kinderbetreuung

 

Arbeitgeber und Selbstständige können über https://ifsg-online.de/antrag-schul-und-kita-schliessung.html eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen. Der Antrag gilt für Verdienstausfälle, die Ihnen oder Ihren Arbeitnehmer*innen wegen einer behördlich angeordneten Schul- oder Kitaschließung entstanden sind.

 

 

  1. Degressive Abschreibung – Investitionen schneller steuerlich geltend machen

 

Als steuerlicher Investitionsanreiz wird eine degressive Abschreibung mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25% Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.

Ob dies nur für NEUANSCHAFFUNGEN oder auch für bereits getätigte Investitionen gilt, wird noch geregelt werden.

 

 

  1. Prämien für die Einstellung von Auszubildenden

 

Prämien für Ausbildungsbetriebe von TEUR 2 bzw. TEUR 3, sofern Ausbildungsangebot nicht verringert wird bzw. sogar erhöht wird.

Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird.

Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro.

 

 

  1. Innovationsprämie für den Kauf von E-Autos

 

Erhöhung der Kaufprämie für E-Fahrzeuge bis zu einem Nettolistenpreis von TEUR 40 und Erhöhung der Kaufgrenze auf TEUR 60 für die begünstige Versteuerung der Privatnutzung von E-Firmenwagen

 

 

  1. Überbrückungshilfen – ähnlich Soforthilfe

 

Erstattung eines Teils der fixen Betriebskosten für kleine und mittelständische Unternehmen auf Antrag.

Antragsberechtigt sind branchenübergreifend Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.

Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.

Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen.

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch uns als Ihr Steuerberater in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020.

Wie diese Überprüfung in der Praxis umgesetzt wird, können wir derzeit noch nicht sagen. Wir werden diese Prüfung gern für Sie durchführen und wieder zum vergünstigten Stundensatz zu 55 EUR/h abrechnen.

 

 

  1. Kinderbonus für Familien

 

Einmalig erhalten Eltern EUR 300,00 pro Kind. Dieser Bonus wird allerdings mit dem Kinderfreibetrag verrechnet. Für Alleinerziehende werden die Freibeträge verdoppelt.

 

 

In der praktischen Umsetzung sind noch einige Fragen offen. Speziell die Überprüfung der Antragsberechtigung für die Überbrückungshilfen wird sehr viel Beratungsbedarf mit sich bringen. Es ist daher zu erwarten, dass diese im weiteren Gesetzgebungsprozess geklärt werden. Wir werden Sie auf dem laufenden halten,

 

Dieser Newsletter wird ab sofort auch auf unsere Homepage unter www.steuerfuechse-kiel.de unmittelbar einsehbar sein.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

 

Ihre Steuerfüchse