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Hier findet Ihr vergangene News

Überbrückungshilfe - News vom 22.7.2020

 

 

Liebe Mandantinnen und Mandanten. Wir haben für Sie hier eine neue Rubrik eingefügt. Unter dem Menüpunkt "Überbrückungshilfe" finden Sie alle wichtigen Informationen und Arbeitspapiere, damit wir für Sie die Überbrückungshilfe beantragen können.

 

Anbei finden Sie ebenfalls unser Rundschreiben vom 23.7.2020 zu diesem Thema:

 

Sehr geehrte Mandantinnen und Mandanten,

 

Ein Bestandteil des letzten Konjukturpaketes ist eine Überbrückungshilfe für Unternehmen und Selbstständige, die wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten gekommen sind.

Bei dieser handelt es sich um einen anteiligen Zuschuss zu den Fixkosten für die Monate Juni bis August 2020. Förderfähig ist grundsätzlich jedes Unternehmen unabhängig von Branche und Mitarbeiteranzahl.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass

 

  • Ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um mindestens 60% niedriger war als im April und Mai 2019
  • Ihr Umsatz in einem der Monate Juni, Juli und August 2020 um mindestens 40% niedriger sein wird als in den Monaten Juni-August 2019

 

Die Anträge auf Überbrückungshilfe sind bis spätestens 31. August 2020 zu stellen. Die Antragstellung muss zwingend durch uns als Ihr Steuerberater erfolgen.

Auch die Steuerberatungskosten für die Beantragung der Überbrückungshilfe zählen zu den förderfähigen Fixkosten. Die Höhe des Erstattungsanteils hängt von der Höhe des Umsatzeinbruchs und der Anzahl der Mitarbeiter ab.

Nach vielen technischen Schwierigkeiten sind wir nun endlich auch im Onlineportal registriert und können mit der Antragsstellung beginnen.

 

Wir haben uns daher auf folgenden Ablauf verständigt und möchten Sie bitten, sich die nachfolgenden Ausführungen sorgfältig durchzulesen. Bei Rückfragen sprechen Sie gern Ihren für Sie zuständigen Mitarbeiter an.

 

Wie erfolgt die Antragstellung?

 

  1. Schritt 1:

In einem ersten Schritt prüfen wir für Sie durch Gegenüberstellung der Umsätze aus den Monaten April und Mai 2019 mit den Umsätzen aus April und Mai 2020, ob Sie berechtigt sind, den Antrag auf Überbrückungshilfe zu stellen.

Soll diese Prüfung von uns durchgeführt werden, so können Sie uns mit dem hier zum Download verfügbaren Formular damit beauftragen.

 

Eine Berechtigung bedeutet allerdings nicht, dass Sie auch zwingend einen Zuschuss erhalten werden.

 

 

  1. Daher nehmen wir in einem zweiten Schritt für Sie die Prüfung vor, ob Sie den Zuschuss erhalten können.

Diesen erhalten Sie nur, wenn zusätzlich zu den obigen Voraussetzungen ihre Umsätze im Förderzeitrum (Juni, Juli und August 2020) um mindestens 40% geringer sind als im Vorjahr. Dabei ist jeder Monat gesondert zu betrachten.

Der prozentuale Fixkostenzuschuss ist abhängig von dem Umsatzeinbruch in den Fördermonaten. Abhängig vom Umsatzeinbruch ergibt sich folgende Förderhöhe:

 

  • 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • 50 Prozent der Fixkosten bei Einbruch zwischen 50 und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Einbruch zwischen 40 und unter 50 Prozent

 

Soll diese Prüfung von uns durchgeführt werden, so können Sie uns ebenfalls mit dem oben genannten Formular damit beauftragen.

Bitte nehmen Sie hierfür eine Schätzung der Umsätze Juni-August 2020 vor und übersenden uns diese.

 

geschätzte Umsätze

Juni 2020

Juli 2020

August 2020

       

 

 

Welche Fixkosten gefördert werden können, entnehmen Sie bitte der Datei „Aufstellung Umsätze und Fixkosten“ im Überbrückungshilfebereich auf unserer Homepage www.steuerfüchse.de.

 

  1. Im dritten Schritt erstellen wir für Sie anhand der von Ihnen gemachten Angaben zu Umsatz und Fixkosten und Ihrer aktuellen Buchführung den Antrag im Onlineportal.

Dieser Antrag auf Überbrückungshilfe kann nur von uns als Steuerberater in einem extra eingerichteten Onlineportal bis zum 31.8.2020 vorgenommen werden.

Da die Werte (Umsatzerlöse und Fixkosten), zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollständig vorliegen, sind diese zu schätzen.

Für diesen Auftrag werden wir Ihnen dann eine Zusatzvereinbarung zu unserem bestehenden Mandatsverhältnis zukommen lassen, das von Ihnen zu unterschreiben ist.

 

  1. Nach Ablauf des Förderzeitraums ist durch uns ein Testat zu erstellen, in dem die tatsächlichen Zahlen der Monate Juni-August den geschätzten Zahlen gegenübergestellt werden.

Bis spätestens zum 31.03.2021 sind die tatsächlichen Werte (Umsatzerlöse und Fixkosten) verbindlich durch uns zu melden. Hierzu muss ein Testat durch uns erstellt werden.

Gegebenenfalls zuviel gezahlte Zuschüsse sind zurückzuzahlen. Sollte der bisher ausgezahlte Zuschuss aufgrund zu hoch geschätzter Umsätze zu niedrig sein, wird die Differenz noch zusätzlich ausgezahlt.. Haben Sie zuviel Zuschuss erhalten, ist dieser zurück zu zahlen.

Am Ende erhalten Sie daher immer den Zuschuss, der sich aus den Ist-Werten für Sie ergibt.

 

Sie erhalten von uns nach jeder erfolgten Prüfung eine weitere Mail mit weiteren Instruktionen.

 

Was muss ich sonst noch wissen?

 

Abhängig von der Mitarbeiterzahl ergeben sich folgende maximale Förderbeträge:

 

  • Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate.
  • Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate.
  • Bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 15.000 Euro für drei Monate.

 

Die Maximalbeträge dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.

 

Welche Kosten ergeben sich für mich?

 

Es ergibt sich folgendes Honorar:

 

 

  1. Prüfung der Antragsvoraussetzung:

                                                       100 EUR zzgl. Umsatzsteuer

                                  (wird bei Antragsstellung angerechnet)

  1. Prüfung der Umsatzprognose zur Einstufung der Förderhöhe/Förderfähigkeit:

100 EUR zzgl. Umsatzsteuer

                                  (wird bei Antragsstellung angerechnet)

  1. Antragsstellung und Verwendungsnachweis (Testat):
    1. bis 5 Mitarbeiter:             1.200 EUR zzgl. Umsatzsteuer
    2. bis 10 Mitarbeiter:          2.200 EUR zzgl. Umsatzsteuer
    3. bis 30 Mitarbeiter:          3.200 EUR zzgl. Umsatzsteuer
    4. bis 50 Mitarbeiter:          4.200 EUR zzgl. Umsatzsteuer
    5. ab 50 Mitarbeiter:           5.200 EUR zzgl. Umsatzsteuer

 

Wird aus den Ist-Werten Juni bis August 2020 ersichtlich, dass die Umsatzeinbuße gegenüber dem Vorjahr nicht mindestens 40% beträgt, so zahlen Sie also maximal 200 EUR.

 

Sollte aus den Ist-Werten ersichtlich sein, dass die Umsatzeinbußen von mindestes 40% gegenüber dem Vorjahr vorliegen und der Antrag daher erfolgreich sein, müssen wir hierzu ein umfangreiches Testat über die tatsächlichen Ist-Fixkosten erstellen. Dies entfaltet dann auch Haftungswirkung für uns. Die Kosten betragen daher EUR 1.000,00 – 5.000,00 je nach Umfang. Bitte beachten Sie allerdings, dass Sie diese Kosten anteilig im Rahmen der Überbrückungshilfe erstattet bekommen.

 

Was muss ich jetzt tun?

  1. Beauftragung zur Überprüfung der Antragsvoraussetzungen– Bitte senden Sie dieses Formular schnellstmöglich unterschrieben gescannt oder auch als Foto per Mail an uns zurück. Bitte senden Sie dies in jedem Fall an uns zurück (am besten per Mail an ueberbrueckungshilfe@steuerfuechse-kiel.de). Hier haben Sie natürlich auch die Möglichkeit anzugeben, dass Sie keine Antragstellung wünschen, z.B. wenn Sie bereits wissen, dass die erforderlichen Umsatzeinbußen in den Monaten Juni bis August 2020 nicht vorliegen werden.
  2. Auflistung Fixkosten – Die Aufstellung Fixkosten füllen Sie bitte schon aus, sofern sie jetzt schon abschätzen können, dass Sie die Förderbedingungen erfüllen. Bitte senden Sie uns hierzu auch die Nachweise (z.B. Rechnungen und Verträge zu, sofern wir diese noch nicht vorliegen haben). Bitte beachten Sie, dass nur Kosten aus Verträgen, die vor dem 01.03.2020 geschlossen wurden berücksichtigt werden können. Zu den betrieblichen Verträgen zählen, sofern sie vor dem 1. März 2020 geschlossen wurden, insbesondere:

o Miet- und Pachtverträge für betrieblich genutzte Räume, Grundstücke, Gebäude

o Nebenkostenabrechnung des Vermieters

o Mietverträge über bewegliche Gegenstände (Fahrzeuge, Maschinen etc.)

o Kredit- und Darlehensverträge

o Leasingverträge

o Finanzierungsanteile Leasing

o Lizenzverträge

o Versicherungen

o Abos und andere feste Ausgaben

  1. Bitte halten Sie vorab schon Informationen zur Ermittlung der Anzahl Ihrer Mitarbeiter bereit, sofern Sie mit der Förderung rechnen können. Wir benötigen die Anzahl der Beschäftigten & Auszubildenden mit Angabe der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit einschließlich Saisonarbeitskräfte, Beschäftigte in Mutterschutz/Elternzeit und Minijobber am 29. Februar 2020. Bei saisonal stark schwankenden Beschäftigtenzahlen, sind Angaben zum Jahresdurchschnitt der Beschäftigten in 2019 (oder konkrete Angabe der Anzahl der Saisonarbeitskräfte und der Beschäftigungstage) erforderlich.

 

Selbstverständlich halten wir Sie im Rahmen unserer monatliche Buchhaltungsauswertungen über die Ist-Umsätze in der Monate Juni bis August 2020 und den sich daraus ergebenden Fördersätzen auf dem Laufenden.

 

 

 

 Ihre Steuerfüchse aus Kiel 

 

Umsatzsteueränderungen - News vom 15.6.2020

 

Liebe Mandantinnen und Mandanten. Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, werden die Umsatzsteuersätze zum 1.7.2020 voraussichtlich angepasst werden, sofern der Bundesrat am 26. Juni zustimmen wird. Dies wird viele praktische Herausforderungen mit sich bringen, über die wir sie heute im Einzelnen Informieren möchten. Insbesondere sind Systeme und Prozesse anzupassen, Verträge zu ändern und die Buchhaltung ist umzustellen. Zugleich ist im Auge zu behalten, dass die Änderungen in sechs Monaten wieder rückgängig zu machen sind.

Folgende Bereiche sind durch die Steuersatzänderungen betroffen und bedürfen einer kurzfristigen Anpassung:

  1. Für die Entstehung der Umsatzsteuer und die zutreffende Anwendung des Steuersatzes kommt es darauf an, wann die Leistung tatsächlich ausgeführt worden ist (Lieferung = Verschaffung der Verfügungsmacht, sonstige Leistung = Zeitpunkt der Vollendung). Damit ist weder der Tag der Rechnungstellung noch der Tag der Zahlung maßgeblich.

Es ergibt sich grundsätzlich die folgende Übersicht der anzuwendenden Steuersätze:

 

Bis zum 30.06.2020 ausgeführte Leistungen

Zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 ausgeführte Leistungen

Ab 01.01.2021 ausgeführte Leistungen

Regelsteuersatz

19 %

16 %

19 %

Ermäßigter Steuersatz

7 %

5 %

7 %

  1. Am 05.06.2020 hat der Bundesrat dem Corona-Steuerhilfegesetz zugestimmt. Vom 01.07.2020 bis 30.06.2021 ist für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen der ermäßigte Steuersatz anzuwenden. Getränke sind von der Steuersenkung allerdings ausgenommen. Für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen gelten somit folgende Steuersätze:

Bis zum 30.6.2020 ausgeführte Leistungen 19 %

Zwischen 1.7.2020 und 31.12.2020 ausgeführte Leistungen 5 %

Zwischen 1.1.2021 und 30.6.2021 ausgeführte Leistungen 7 %

Ab 1.7.2021 ausgeführte Leistungen 19 %

  1. Die verminderten Steuersätze gelten nur für Leistungen, die im Zeitraum 01.07. bis 31.12.2020 (im Folgenden: Übergangszeitraum) ausgeführt werden. Unbeachtlich ist hingegen der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, der Rechnungsstellung oder der Zahlung. Sofern der Unternehmer Anzahlungen vor dem 01.07. erhält, die Leistung jedoch im Übergangszeitraum ausgeführt wird, unterfällt das gesamte Entgelt dem verminderten Steuersatz, § 27 Abs. 1 UStG. Dies ist entsprechend auf der zu erstellenden Schlussrechnung zu berücksichtigen.
  2. Aus der Gültigkeit der verminderten Steuersätze bis zum 31.12.2020 ergeben sich Änderungen für Jahresleistungen (z.B. Lizenzen). Da diese Leistungen mit Ablauf des vereinbarten Leistungszeitraums als erbracht anzusehen sind, gilt für diese der verminderte Steuersatz des Übergangszeitraums. Dies gilt selbst dann, wenn die Zahlung für das gesamte Jahr bereits vorab geleistet wurde. Insoweit ist eine Anpassung der Zahlung und der Rechnung erforderlich.· Das voranstehende Thema gilt gleichermaßen für Anzahlungen im Übergangszeitraum für Leistungen nach dem 31.12.2020.
  3. Mitgliedsbeiträge für ein Kalenderjahr unterliegen in 2020 den verminderten Steuersätzen, da die Mitgliedschaft bis 31.12.2020 als an diesem Tag als vollendet gilt.
  4. Zeitschriften-Abos sind entsprechend zu prüfen und anzupassen.
  5. Für sämtliche Ausgangsrechnungen mit deutscher Steuer sind die Steuersätze anzupassen. Dies hat zur Folge, dass kurzfristig neue Steuerkennzeichen benötigt werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die bestehenden Kennzeichen für den Übergangszeitraum nicht verwendet werden.
  6. Gleichermaßen sind auch neue Steuerkennzeichen für im Inland steuerbare Reverse-Charge Eingangsleistungen sowie innergemeinschaftliche Erwerbe für den Übergangszeitraum erforderlich.
  7. Sämtliche Kassensysteme und ERP Systeme sind auf die neuen Steuersätze umzustellen.
  8. Für die neuen Steuersätze werden neue Konten in der Buchhaltung benötigt.
  9. Bei der Rechnungseingangsprüfung ist sicherzustellen, dass auch die Rechnungen der Lieferanten für Leistungen im Übergangszeitraum nur die verminderte Umsatzsteuer ausweisen. Sofern die Umsatzsteuer hingegen auf Basis der bislang gültigen Steuersätze abgerechnet wird, ist zu beachten, dass es sich anteilig um einen Startausweis nach § 14c Abs. 1 UStG handelt. Die zu hoch ausgewiesene Steuer darf daher nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden.
  10. Da die Steuersatzänderungen sowohl den Regel- als auch den ermäßigten Steuersatz betreffen, ist ein besonderes Augenmerk auf Reisekostenabrechnungen zu richten (z.B. Hotelübernachtung, Bahnticket).
  11. Aufgrund der neuen Steuersätze benötigen die Unternehmen neue Kennzeichen für Spesen.
  12. Buchungen von Übernachtungen oder Bahnfahrten für Zeiträume ab dem 01.07.2020 führen auch bereits bei Vorabzahlung zu den verminderten Steuersätzen.
  13. Die PKW-Überlassung an Mitarbeiter löst für den Übergangszeitraum nur eine Besteuerung mit dem verminderten Steuersatz von 16% aus.
  14. · Bei Dauerleistungen (insb. Mietverträgen und Leasingverträgen) ist sicherzustellen, dass die Verträge – sofern diese als Rechnungen fungieren – für den Übergangszeitraum angepasst werden. Alternativ sind entsprechende Dauerrechnungen anzupassen.
  15. Leasing-Sonderzahlungen sind entsprechend der dann ausgeführten Teilleistungen aufzuteilen.
  16. Bei der Ausgabe von Gutscheinen i. S. d. § 3 Abs. 13 UStG ist davon auszugehen, dass ein Gutschein, der sowohl im Übergangszeitraum als auch davor oder danach eingelöst werden kann, kein Einzweckgutschein sein kann, da der anzuwendende Steuersatz nicht feststeht.
  17. Bei Jahresboni ist zu beachten, dass der Bonus aufzuteilen ist in Leistungen bis zum 30.06. und Leistungen ab dem 01.07.
  18. Soweit aus einer Rechnung für eine vor Beginn des Übergangszeitraums ausgeführte Leistung im Übergangszeitraum Skonto gezogen wird, gilt für den Skontoabzug der bislang anzuwendende Steuersatz. Dies gilt gleichermaßen für den umgekehrten Fall am Ende des Übergangszeitraums.
  19. Aufgrund der Regelung in § 29 UStG kann es zu Ausgleichsverpflichtungen zwischen Leistendem und Leistungsempfänger im Fall von langfristigen Verträgen kommen. Hier ist zu prüfen, ob in entsprechenden Verträgen ggf. eine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnten und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

 

News vom 5.6.2020:

Liebe Mandantinnen und Mandanten,

 

seit dem nahezu Lockdown und den nun nach und nach eingeführten Rückgang zur „neuen Normalität“, ist auf der Gesetzgebungsfront wieder einiges geschehen.

Wir wollen Sie mit diesem Newsletter heute über folgende Dinge informieren:

 

  1. Änderung der Umsatzsteuersätze, generell und in der Gastronomie
  2. Verlustrückträge
  3. Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz wegen Kinderbetreuung
  4. Degressive Abschreibung – Investitionen schneller steuerlich geltend machen
  5. Prämien für die Einstellung von Auszubildenden
  6. Innovationsprämie für den Kauf von E-Autos
  7. Überbrückungshilfen – ähnlich Soforthilfe
  8. Kinderbonus

 

 

 

  1. Änderung der Umsatzsteuersätze, generell und in der Gastronomie

 

Befristet vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 werden die Steuersätze der Umsatzsteuer wie folgt geändert

 

Regelsteuersatz:              bisher 19 %  geändert auf 16 %

Ermäßigter Steuersatz: bisher   7 %  geändert auf 5 %

 

Für Speisen wurde bereits beschlossen, dass der Steuersatz temporär vom 1.7.2020 bis zum 30.6.2021 auf 7 % gesenkt wird.

Dies bedeutet, dass sich dieser für das nächst halbe Jahr um weitere 2% auf 5% erniedrigt. Für Getränke gilt dann für ein halbes Jahr 16%, ab dem 1.1.2021 wieder wie bisher 19%.

 

Bitte berücksichtigen Sie die geänderten Steuersätze für alle Leistungen, die in den Änderungszeitraum erbracht werden.

Die Änderung macht ggf. auch eine Umstellung der Umsatzsteuersätze in den  Kassensystemen erforderlich. Nehmen Sie bitte daher rechtzeitig Kontakt mit Ihrem Kassenaufsteller auf.

Diese Änderungen werden sich auch auf die automatisierten Buchhaltungssysteme auswirken. Wir können derzeit noch nicht sagen, wie die Umstellung derzeit erfolgen wird.

 

 

  1. Verlustrückträge

 

Der Gesetzgeber hat  Veränderungen beim steuerlichen Verlustrücktrag beschlossen.

Die steuerlichen Verluste können für die Jahre 2020 und 2021 bis zur Höhe von 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio Euro (bei Zusammenveranlagung)geltend gemacht werden.

Die Verluste werden auf die Vorjahre zurückgetragen, so dass sich so Erstattungen von Steuern aus den Vorjahren ergeben können.

Weiterhin ist es derzeit möglich, sofern für das Jahr 2020 ein Totalverlust erwartet wird, einen pauschalierten Antrag auf Verlustrücktrag für 2019 zu stellen. Das Finanzamt zahlt dann vereinfacht gesagt 15% der bereits für 2019 geleisteten Einkommensteuervorauszahlungen pauschal im Voraus aus.

Sprechen Sie uns hierzu gerne an.

 

 

  1. Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz wegen Kinderbetreuung

 

Arbeitgeber und Selbstständige können über https://ifsg-online.de/antrag-schul-und-kita-schliessung.html eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen. Der Antrag gilt für Verdienstausfälle, die Ihnen oder Ihren Arbeitnehmer*innen wegen einer behördlich angeordneten Schul- oder Kitaschließung entstanden sind.

 

 

  1. Degressive Abschreibung – Investitionen schneller steuerlich geltend machen

 

Als steuerlicher Investitionsanreiz wird eine degressive Abschreibung mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25% Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.

Ob dies nur für NEUANSCHAFFUNGEN oder auch für bereits getätigte Investitionen gilt, wird noch geregelt werden.

 

 

  1. Prämien für die Einstellung von Auszubildenden

 

Prämien für Ausbildungsbetriebe von TEUR 2 bzw. TEUR 3, sofern Ausbildungsangebot nicht verringert wird bzw. sogar erhöht wird.

Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird.

Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro.

 

 

  1. Innovationsprämie für den Kauf von E-Autos

 

Erhöhung der Kaufprämie für E-Fahrzeuge bis zu einem Nettolistenpreis von TEUR 40 und Erhöhung der Kaufgrenze auf TEUR 60 für die begünstige Versteuerung der Privatnutzung von E-Firmenwagen

 

 

  1. Überbrückungshilfen – ähnlich Soforthilfe

 

Erstattung eines Teils der fixen Betriebskosten für kleine und mittelständische Unternehmen auf Antrag.

Antragsberechtigt sind branchenübergreifend Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.

Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.

Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen.

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch uns als Ihr Steuerberater in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020.

Wie diese Überprüfung in der Praxis umgesetzt wird, können wir derzeit noch nicht sagen. Wir werden diese Prüfung gern für Sie durchführen und wieder zum vergünstigten Stundensatz zu 55 EUR/h abrechnen.

 

 

  1. Kinderbonus für Familien

 

Einmalig erhalten Eltern EUR 300,00 pro Kind. Dieser Bonus wird allerdings mit dem Kinderfreibetrag verrechnet. Für Alleinerziehende werden die Freibeträge verdoppelt.

 

 

In der praktischen Umsetzung sind noch einige Fragen offen. Speziell die Überprüfung der Antragsberechtigung für die Überbrückungshilfen wird sehr viel Beratungsbedarf mit sich bringen. Es ist daher zu erwarten, dass diese im weiteren Gesetzgebungsprozess geklärt werden. Wir werden Sie auf dem laufenden halten,

 

Dieser Newsletter wird ab sofort auch auf unsere Homepage unter www.steuerfuechse-kiel.de unmittelbar einsehbar sein.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

 

Ihre Steuerfüchse

 

Unterhalten Sie Ihren Besucher! Machen Sie es einfach interessant und originell. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt und seien Sie spannend.